Barockgestik

barockensemble

SCENITAS

Barockgestik

 

Die Kunst der Gestik stammt aus dem antiken Griechenland, wurde von den Römern übernommen und war ein wichtiger Bestandteil der Rhetorik, die zur Zeit des Barock im Zentrum des Denkens und damit aller Künste stand. Die daraus entstandene Körperästhetik und "Sprache der Hände" unterstützt das gesprochene und gesungene Wort, antizipiert und unterstreicht es, versinnbildlicht unausgesprochenen Subtext und spiegelt über Gesichtsausdrücke und Körperpositionen Emotionen nuancenreich wider. Trotz aller Regeln und ästhetischer Vorgaben des Barock handelt es sich um eine improvisatorische Kunst, die dem Sänger viel Freiraum zu Spontaneität lässt.

 

In Verbindung mit dem Streben bzw. der Suche nach dem Originalklang, barocken Kostümen und der szenischen Umsetzung mittels Gestik und barocker Körpersprache entsteht ein musikalisches und szenisches Gesamtkunstwerk, das fasziniert und berührt.

Foto: Kathy Jung
Foto: Kathy Jung
Foto: Kathy Jung
Foto: Kathy Jung

Wie die Sängerinnen den Kopf neigen, wie sie lächeln, die Augen niederschlagen oder verdrehen, wie selbst der kleine Finger noch eine große Rolle spielt, das ist große Kunst und sieht ganz zauberhaft, wunderbar leicht und ungekünstelt aus.

(Angelika Bohn über eine Aufführung von "Aminta e Fillide" im Liebhabertheater Schloss Kochberg, OTZ, 06. Juli 2015)

 

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